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  • Brandaktuell

    Zwischen Spiel und Ideologie: Wie Online-Welten Radikalisierung begünstigen

    Gaming, Memes und Livestreams sind für viele Menschen Orte der Unterhaltung und Begegnung. Doch digitale Gemeinschaften können auch dazu genutzt werden, Verschwörungserzählungen zu verbreiten, Feindbilder aufzubauen und extremistische Ideologien zu vermitteln. Gerade das Bedürfnis nach Gemeinschaft, Zugehörigkeit und Orientierung kann dabei eine wichtige Rolle spielen.

    Wie funktioniert Radikalisierung in solchen Online-Welten? Welche Rolle spielen digitale Netzwerke und ihre Kommunikationsformen? Und wie können Begleitung und Prävention aussehen?

    Mit diesen Fragen beschäftigt sich die Online-Veranstaltung „Zwischen Spiel und Ideologie – Wie Online-Welten Radikalisierung begünstigen können“. Andreas Delis, Kriminalobermeister der Polizei München, gibt Einblicke in die digitale Welt und zeigt auf, wie dort extremistische Botschaften verbreitet werden können.

    Termin: Dienstag, 24. November 2026, 19:00–20:30 Uhr
    Ort: Online via Zoom
    Kosten: kostenfrei

    Die Veranstaltung wird von der Fachstelle für Weltanschauungsfragen der Evangelischen Landeskirche in Baden und der Evangelischen Erwachsenenbildung Karlsruhe organisiert.

    Informationen und Anmeldung

    Weitere Informationen: Auf unserer Homepage beschäftigen wir uns mit seelischer Abhängigkeit, Manipulation, Verschwörungsideologien und extremistischen Bewegungen.

    Mehr Informationen zum Thema Verschwörungstheorien

    #Radikalisierung #OnlineWelten #Gaming #Memes #Livestreams #Verschwörungstheorien #Extremismus #DigitaleNetzwerke #Prävention #Skeptix

  • Tarnen und Täuschen?

    Peace City 069 und Shincheonji: Wenn die wahren Hintergründe im Verborgenen bleiben

    Friedensarbeit, Jugendprojekte und interreligiöser Dialog – das klingt nach einem Engagement, das Vertrauen verdient. Doch welche Organisationen stehen tatsächlich dahinter? Die hessenschau beleuchtet die Verbindungen der Frankfurter Initiative Peace City 069 zum Verein HWPL und zur südkoreanischen religiösen Bewegung Shincheonji. Der Fall lenkt den Blick auf ein grundsätzliches Problem: die Verschleierung weltanschaulicher Hintergründe und den Einsatz von Tarnorganisationen bei der Anwerbung neuer Mitglieder.

    Das Problem beginnt nicht erst bei Friedensorganisationen wie HWPL. Auch bei der direkten Kontaktaufnahme durch Shincheonji selbst wird nach den Erfahrungen, die Oliver Koch in seinem Fachbeitrag dokumentiert, die tatsächliche Zugehörigkeit nicht unbedingt von Anfang an offengelegt. Menschen werden beispielsweise über persönliche Kontakte, Gespräche über den Glauben oder Einladungen zu Bibelkursen angesprochen. Die Kurse erscheinen zunächst als allgemeine religiöse Bildungsangebote. Dass sie mit Shincheonji verbunden sind und auf die Übernahme der spezifischen Glaubenslehre der Bewegung hinführen, wird nach Kochs Darstellung nicht transparent gemacht.

    Der Fachbeitrag beschreibt außerdem, wie Untergruppen und Fassadengemeinden unter Bezeichnungen auftreten können, die zunächst keinen erkennbaren Bezug zu Shincheonji erkennen lassen. Selbst bei Treffen und Gottesdiensten können Teilnehmende zunächst im Unklaren darüber bleiben, welcher Organisation sie begegnen. Die Identität der Bewegung und die zentrale Rolle ihres Gründers Man-Hee Lee werden demnach erst im Verlauf der schrittweisen Einbindung deutlich.

    Damit geht es um mehr als einen unklaren Organisationsnamen: Wer Menschen anspricht, sollte offenlegen, wer hinter einem Angebot steht und welche Ziele damit verfolgt werden. Gerade bei scheinbar unverfänglichen Aktivitäten wie Friedensprojekten, Jugendbegegnungen oder Bibelkursen ist Transparenz entscheidend. Wer die Hintergründe erst später erfährt, kann zu Beginn kaum selbstbestimmt entscheiden, ob er sich auf ein Angebot einlassen möchte.

    HWPL und Shincheonji weisen Vorwürfe einer gezielten Missionierung über solche Projekte zurück. Umso wichtiger ist eine sachliche Prüfung der konkreten Verbindungen und Methoden.

    Weiterführende Informationen: In seinem Fachbeitrag „Shincheonji – Hintergründe, Beratungsinhalte und Erfahrungen mit den Methoden einer koreanischen Neureligion in Deutschland“ beschreibt Oliver Koch die Anknüpfungspunkte, die mangelnde Transparenz bei Bibelkursen und Gottesdiensten sowie Strategien der persönlichen Missionierung.

    Zum Fachbeitrag über Shincheonji (PDF)

    Weitere Informationen zum Thema Shincheonji

    Weitere Informationen bei Skeptix

    Hashtags: #Shincheonji #PeaceCity069 #HWPL #Tarnorganisationen #VerdeckteMissionierung #Manipulation #SeelischeAbhängigkeit #ReligiöserExtremismus #Aufklärung #Skeptix

  • Junge Menschen im Visier

    Scientology setzt auf Coaching, Shincheonji auf intensive Zuwendung

    Kostenlose Coachings, persönliche Beratung und scheinbar unverbindliche Angebote: Scientology nutzt auch Coaching-Formate, um Menschen anzusprechen und erste Kontakte zu knüpfen. Was zunächst wie ein Angebot zur persönlichen Weiterentwicklung wirkt, kann den Einstieg in eine Organisation erleichtern, deren weltanschauliche Hintergründe und eigentliche Ziele nicht unbedingt von Anfang an erkennbar sind.

    Auch die südkoreanische Gruppierung Shincheonji setzt auf gezielte Kontaktaufnahme und intensive persönliche Zuwendung. „Lovebombing des Todes“ – so erinnert sich Sandra Pfander an ihr Abrutschen in die Gruppe. Ihre Schilderung verdeutlicht, wie überwältigend die anfängliche Aufmerksamkeit und das Gefühl, endlich verstanden und angenommen zu werden, erlebt werden können.

    Die Recherche des SWR zeigt, wie wichtig es ist, solche Anwerbestrategien zu erkennen. Der Einstieg erfolgt nicht zwangsläufig über eine offene religiöse Ansprache. Coaching, persönliche Gespräche und das Versprechen von Orientierung oder Gemeinschaft können ebenfalls als Türöffner dienen. Entscheidend ist deshalb, genauer hinzusehen: Wer steckt hinter einem Angebot? Welche Ziele verfolgt die Gruppe? Und wie verändern sich die Erwartungen, sobald eine engere Bindung entstanden ist?

    Weitere Informationen auf unserer Homepage

    Wie konnte das passieren? – Faszinations- und Abhängigkeitsmechanismen

    Der Psychomarkt

    Der Beitrag „Der Psychomarkt“ beleuchtet Hintergründe, Ursachen und Wirkungsmechanismen, mögliche Beitrittsgründe sowie die Entwicklung einer Mitgliedschaft – vom ersten Kontakt über die zunehmende Bindung bis zur möglichen Loslösung. Auch mögliche Auswirkungen und Folgen werden behandelt. Schaubilder und Diagramme veranschaulichen typische Abläufe und Entwicklungsphasen. Die dargestellten Erklärungsmuster bieten Orientierung, ohne Allgemeingültigkeit zu beanspruchen.

    Zum TV-Beitrag

    Quelle: tagesschau.de – Junge Menschen im Sog von Gruppierungen

    #Sektenwatch #SeelischeAbhängigkeit #Manipulation #Coaching #Scientology #Shincheonji #Psychomarkt #Prävention #HilfeZurSelbsthilfe

     

  • OCG: Wenn aus religiösem Heilsversprechen politische Agitation wird

    Ein selbsternannter Prophet, ein autoritäres Glaubenssystem und ein weitreichendes Mediennetzwerk: Skeptix weist auf eine aktuelle Reportage von WEB.DE hin. Sie gibt Einblicke in die Organische Christus-Generation (OCG) des Schweizer Predigers Ivo Sasek. Claudia Müller berichtet von Kontrolle, Unterordnung und den Schwierigkeiten, nach Jahren in der Gemeinschaft ein selbstbestimmtes Leben zurückzugewinnen.

    Doch die OCG ist nicht allein eine religiöse Gruppierung. Ihr Umfeld verbreitet Verschwörungserzählungen und verbindet religiöse Heilsversprechen mit politischen Feindbildern. Über Plattformen wie Kla.TV und Veranstaltungen wie die Anti-Zensur-Konferenz (AZK) werden diese Botschaften verbreitet und unterschiedliche verschwörungsideologische Milieus miteinander vernetzt.

    Die Reportage macht deutlich, wie aus dem Bedürfnis nach Gemeinschaft und Orientierung ein System werden kann, das Gehorsam einfordert, Kritik abwehrt und den Weg aus der Gruppe erschwert. Sie zeigt zugleich, warum die Auseinandersetzung mit der OCG über religiöse Fragen hinausgehen muss.

    Wie funktionieren solche Mechanismen? Welche Rolle spielen Sprache, Manipulation und politische Ideologie? Unsere Initiative beschäftigt sich seit Jahren mit diesen Fragen und stellt weitere Hintergrundinformationen zur Verfügung.

    Zur Reportage auf WEB.DE

    Weitere Beiträge auf unserer Homepage

    Ivo Sasek – ein Prediger mutiert zum rechten Politagitator
    Eine kritische Auseinandersetzung mit Saseks Entwicklung und der politischen Ausrichtung seines Wirkens.

    Fachbeitrag als PDF lesen

    Manipulation durch Sprache in totalitären Kulten
    Wie Sprache Wirklichkeit deutet, Feindbilder verstärkt und die Grenzen des eigenständigen Denkens verschieben kann.

    Fachbeitrag als PDF lesen

    Neue Broschüre über Ivo Saseks rechtsextreme politreligiöse OCG
    Hintergrundinformationen zur Organischen Christus-Generation, zu Kla.TV und zur Anti-Zensur-Koalition.

    Beitrag und Broschüre ansehen

    Mehr über unsere Arbeit und unsere Informations- und Aufklärungsangebote:
    www.sektenwatch.de

    #OCG #IvoSasek #PolitischerExtremismus #Rechtsextremismus #Verschwörungsideologien #Manipulation #SeelischeAbhängigkeit #TotalitäreGruppen #Desinformation #KlaTV

  • Gefahr im Bildungswesen

    Rechte Esoterik im Klassenzimmer: Wenn alternative Bildung demokratiefeindliche Ideologien verbreitet

    Überschneidungen mit der AfD, Verschwörungserzählungen und esoterische Weltbilder: Wie gelangen demokratiefeindliche Ideologien in Bildungsangebote und alternative Lernwelten? Ein Beitrag der Augsburger Allgemeinen beleuchtet die Verbindungen zwischen rechten Akteuren, verschwörungsideologischen Milieus und dem Bildungsbereich.

    Wo alternative Pädagogik mit völkischen Vorstellungen, antisemitischen Deutungsmustern oder Verschwörungsideologien verknüpft wird, geht es nicht mehr allein um unterschiedliche Lernkonzepte. Es stellt sich auch die Frage, welche Weltbilder Kindern und Jugendlichen vermittelt werden – und welchen Stellenwert demokratische Werte, wissenschaftliche Erkenntnisse und kritisches Denken dabei haben.

    Lesetipp: Im Buch Gefährliche Bildung – Rechte Esoterik im Klassenzimmer untersuchen die Bildungsforscherin Rita Nikolai und der Weltanschauungsexperte Matthias Pöhlmann, wie antisemitische, völkische und verschwörungsideologische Weltbilder in Schulen, sozialen Medien und alternativen Lernorten Fuß fassen. Sie zeigen Risiken für die Schule als Ort demokratischer Bildung auf und beschäftigen sich mit Möglichkeiten der Prävention.

    Zum Beitrag der Augsburger Allgemeinen
    Zum Buch „Gefährliche Bildung“

    Weiterführender Beitrag auf unserer Homepage

    Esoterische Pädagogik im Aufwind – Anmerkungen zu „LAISING“, „LAIS-Schulen“ und „Natürliches Lernen“: Unser Beitrag beleuchtet alternative pädagogische Konzepte und ihre weltanschaulichen Hintergründe.

    Fachbeitrag als PDF lesen

    Demokratische Bildung braucht kritisches Denken, wissenschaftliche Orientierung und einen wachen Blick auf ideologische Einflussnahme.

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